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Analyse

Eine Analyse (griech.: auflösen) ist eine systematische Untersuchung, bei der das untersuchte Objekt oder Subjekt zergliedert und in seine Bestandteile zerlegt wird und diese anschließend geordnet und ausgewertet werden. Die meisten Wissenschaftszweige (z.B. Sozial- und Wirtschaftswissenschaften, Informatik, Ingenieurswissenschaften, etc.) verwenden für Analysen bestimmte statistische Werkzeuge. Die Datenanalyse entspricht dabei der Phase der Auswertung und anschließenden Interpretation der gesammelten Daten. Das Ziel einer solchen Analyse ist meist die Feststellung eines Ist-Zustandes oder die Erforschung der Ursachen dieses Ist-Zustandes. Die Analysephase ist meist nur ein unweigerlich nötiger Schritt, um bestehende Probleme zu lösen oder eine Situation zu verbessern.

 

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Application Service Providing (ASP)

Beim Application Service Providing (ASP), wird durch einen Dienstleister, den Application Service Provider (ASP), eine Anwendung (z.B. ein ERP-System) betrieben und den Kunden über öffentliche Netze (z.B. das Internet) angeboten. Der ASP kümmert sich um die gesamte Administration, wie Backup, das Einspielen von Patches usw. Anders als beim Application-Hosting besteht beim ASP auch ein Service (z. B. Benutzerbetreuung) um die Applikation herum.

Application Service Provider (ASP): Zu deutsch etwa Anwendungs-Dienstleister. ASP sind Firmen, die anderen Unternehmen einen kompletten Service, zum Teil inklusive Software-Nutzung über das Internet oder ein privates Datennetz bieten. Dabei wird die nötige Software nicht gekauft, sondern im Bedarfsfall über das Datennetz für die Nutzung „angemietet“. Mit Hilfe von ASP-Dienstleistungen können Unternehmen ganze Verwaltungsbereiche auslagern.

 

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ASP

Abk. für Application Service Providing bzw. Application Service Provider.

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B2A

Abk. für Business to Administration. Bezeichnet die vorwiegend elektronischen Kommunikationsvorgänge zwischen Unternehmen und Behörden.

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B2B

Abk. für Business to Business. Bezeichnet üblicherweise automatisierte Kommunikationsvorgänge zwischen Handelsunternehmen. B2B ist ein großer Bestandteil des E-Commerce und übertrifft im Volumen deutlich die B2C Kommunikation.

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B2C

Abk. für Business to Customer. Bezeichnet im Allgemeinen elektronische Kommunikationsvorgänge zwischen Handelsunternehmen und Konsumenten (Endverbraucher). Die meisten B2C - Vorgänge werden durch öffentliche Portale, Webshops und Teleshopping realisiert.

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B2E

Abk. für Business to Employee. Bezeichnet im Allgemeinen elektronische Kommunikationsvorgänge zwischen einem Unternehmen und seinen Mitarbeitern.

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BI

Abk. für Business Intelligence.

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Business Intelligence (BI)

Allgemein umfasst der Begriff die analytischen Prozesse und Werkzeuge, um Unternehmens- und Wettbewerbsdaten in handlungsgerichtetes Wissen zu transformieren. Es werden unternehmensinterne und -externe Daten als Quellen herangezogen. Der Begriff wird dem Fachgebiet der Wirtschaftsinformatik zugerechnet.

Der Term Intelligence hat hierbei nicht die Bedeutung von Einsicht oder Erkenntnisvermögen. Er bezeichnet vielmehr den Austausch von Nachrichten und Informationen (hier im Kontext des innerbetrieblichen Geschäftes), so wie es entsprechend in der Bezeichnung des amerikanischen Geheimdienstes CIA (Intelligence Service) der Fall ist.

 

Begriffsverständnis:

Ein enges Verständnis beschränkt sich auf die Bereitstellung von Methoden und Werkzeugen. Ein analytisches Verständnis versteht Business Intelligence als Methode im Rahmen von Managementansätzen wie bspw. Wissensmanagement, Customer Relationship Management oder der Anwendung der Balanced Scorecard. Verbreitet ist vor allem ein drittes, prozessorientiertes Verständnis. Durch sich permanent verändernde Umwelt- und Umfeldbedingungen wird eine dauernde Anpassung der Datenbasis, der Methoden, Werkzeuge und der Ziele nötig, die im besten Fall durch einen fortwährenden Prozess erreicht wird. Daher legt dieser Ansatz den Schwerpunkt auf die Prozessausrichtung.

 

Werkzeuge:

Werkzeuge, die im Rahmen von Business Intelligence Anwendung finden, werden den analytischen Informationssystemen zugerechnet. Die Datenbasis einer Analyse wird durch ein Data Warehouse bzw. Auszügen daraus (Data Marts) bereit gestellt.

Die folgenden Werkzeuge und Methoden wurden speziell für den Bereich des Business Intelligence entwickelt:

  • Data Warehouses
  • OLAP
  • Data mining
  • Business workflow analysis
  • Business performance management
  • Document warehouses
  • Text mining
  • Web mining
  • Case-Based Resoning

 

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C2B

Abk. für Customer to Business. Bezeichnet vorwiegend elektronische Kommunikationsvorgänge zwischen Privatpersonen (Konsumenten) und Unternehmen.

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C2C

Abk. für Customer to Customer. Bezeichnet im Allgemeinen elektronische Kommunikationsvorgänge zwischen Privatpersonen.

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Cash and Carry

Ursprüngliche Bezeichnung für Abholgroßhandel, in dem der Kunde die Ware sofort zahlt, selbst wegnimmt und selbst zufährt, im Gegensatz zum Liefern auf Bestellung, gegen Rechnung oder Wechsel.

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Category (dt: Kategorie)

Eine Category ist eine unterscheidbare, eigenständig steuerbare Gruppe von Subkategorien, die als zusammenhängend definiert werden.

Im Handel bezeichnet der Begriff Category eine Warengruppe.

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Category Business Plan

Dokumentiertes Ergebnis des Catergory-Geschäftsplanungsprozesses und damit Grundlage für die Steuerung einer Category (Warengruppe).

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Category Definition

Definition der in einer Category (Warengruppe) enthaltenen Artikel sowie der Category-Struktur und Segmentierung.

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Category Management (CM)

Das Prinzip des Category Management  (CM) ist die Führung und Strukturierung eines Unternehmens nach dem Prinzip der Warengruppen. Diese werden als eigenständige und eigenverantwortliche Geschäftseinheiten geführt, mit Eigenverantwortung von der Beschaffung bis zum Abverkauf. Diese Warengruppen werden mit Hilfe von Marktforschungsanalysen der Hersteller und des Handels erstellt und bilden vom Käufer als zusammengehörig eingestufte Produkte ab.

"Unter Category Management ist ein Instrumentarium des Handels zur strategischen und operativen Planung und Steuerung von Sortiment und Warenwirtschaft zu verstehen, das den Category Manager mit weitest gehender Verantwortung für alle einkaufs- und verkaufsbezogenen Aktivitäten für eine Category ausstattet und eine intensive, (strategisch und operativ orientierte) produktgruppenbezogene Zusammenarbeit zwischen Hersteller und Handel impliziert." (Christa FELD: Category Management im Handel, Arbeitspapiere des Seminars für Allgemeine Betriebswirtschaftslehre, Handel und Distribution an der Universität zu Köln, hrsg. v. Lothar Müller-Hagedorn, Arbeitspapier Nr. 8, Köln 1996)

Das eigentlich Neue dieses Ansatzes ist dabei die Zuordnung von Produkten zu Warengruppen (Categories), in aus Sicht der Verbraucher zusammengehörige Gruppen von Produkten. So kommt es zu einer Neustrukturierung des Betriebes, weg von der Zweiteilung von Einkauf und Verkauf und hin zu einer Führung des Betriebes nach Warengruppen als strategische Geschäftseinheiten.

Zur Implementierung des Category Managements in ein Unternehmen dient der neunstufige Category Management Planungsprozess. Zur Umsetzung des Category Management Planungsprozesses bieten sich dem Unternehmen hauptsächlich vier Strategien (Sortimentsgestaltung, Verkaufsförderungsaktionen, Neuproduktentwicklung und Preisgestaltung).

Der Category Management Ansatz verfolgt das Ziel, ein Unternehmen in seinen Produkten durch die vom Verbraucher individuell getroffene Auswahl des Sortiments vom Angebot anderer Handelsbetriebe zu differenzieren und so den eigenen Umsatz und Gewinn zu fördern.

Der Ansatz findet in der Konsumgüterbranche in Kombination mit dem ECR-Konzept seine häufigste Anwendung.

 

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Category Management Business Process

Bezieht sich auf die täglich zu verrichtende Arbeit, die zur Umsetzung der Strategie erforderlich ist. Der Category-Geschäftsplanungsprozess beschreibt die Reihenfolge der Aktivitäten, die Methodologie und die Verantwortlichkeiten, die zur Entwicklung und Realisierung eines Category-Geschäftsplans führen. Der Geschäftsplanungsprozess besteht aus acht Schritten:

  • Category-Definition
  • Category-Rolle
  • Category-Bewertung
  • Category-Leistungsanalysen
  • Category-Strategien
  • Category-Taktiken
  • Category-Planumsetzung
  • Category-Überprüfung 

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Category Role

Bestimmt die Priorität und Wichtigkeit der Kategorien im Gesamtunternehmen des Händlers und legt die Ressourcen-Zuordnung zu den einzelnen Kategorien fest. Die Kategorie-Rolle sollte nach einer kategorieübergreifenden quantitativen und qualitativen Analyse und unter Berücksichtigung von Konsumenten-, Hersteller-, Händler- und Marktdaten festgelegt werden.

Die vier gebräuchlichsten Kategorie-Rollen sind:

  • Profilierungs-Kategorie
  • Pflicht-Kategorie
  • Impuls-/Saison-Kategorie
  • Ergänzungs-Kategorie

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Category Strategy

Dienen dazu, die den Kategorien zugeordnete Rolle zu realisieren und die anvisierten Leistungsziele zu erreichen.

Die wichtigsten Kategorie-Strategien sind:

Förderung der Kundenfrequenz, Erhöhung des Transaktionswertes, Verteidigung des Territoriums, Gewinnerzielung, Wecken von Aufmerksamkeit, Imageaufwertung, Erzielung von Cashflow.

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Category Tactics

Taktische Optionen zur Umsetzung der Kategoriestrategien. Im Rahmen des Geschäftsplanungsprozesses des Category Managements werden in den folgenden Bereichen Kategorie-Taktiken entwickelt:

  • Sortimentspolitik
  • Regalpräsentation
  • Preispolitik
  • Verkaufsförderung/Promotion

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CM

Abk. für Category Management

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CMI

Eine Variante von Continuous Replenishment Program.

Hersteller und Händler steuern gemeinsam die Warenversorgung. Dabei wird die Normalware von der Industrie und die Aktionsware vom Händler gesteuert.

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Consulting (consultancy, consultant)

Consulting, auch consultancy, bezeichnet die beratende Tätigkeit eines Unternehmens oder Dienstleisters (‚consultant’).

Die Tätigkeit umfasst gewöhnlich einen beratenden Beistand bei Problemlösungen bis hin zur Umsetzung kompletter Konzepte, vornehmlich im wirtschaftlichen oder technischen Umfeld und wird in enger Zusammenarbeit mit dem betroffenen Management durchgeführt.

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CRM

Abk. für Customer Relationship Management.

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Cross-Docking

Cross-Docking bezeichnet eine Form des Warenumschlags, bei der Kundenaufträge einzeln an den Lieferanten übermittelt werden. Dieser kommissioniert die Ware pro Kunde vor und liefert sie dann an das Lager. Anschließend muss die vorkommissionierte Ware nur noch auf die Touren-LKWs der Kunden verteilt werden. Bei dieser Form des Warenumschlags fallen Einlagerungsprozess und Lagerhaltung weg. Vorteile des Cross-Dockings sind die Reduzierung der Lagerhaltungskosten und der Prozeßschritte.

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Customer Relationship Management (CRM)

Customer Relationship Management (CRM) hat das Ziel, ein Unternehmen zu befähigen seine Kundenbeziehungen effizienter und effektiver zu organisieren und somit die Kundenzufriedenheit und -bindung, sowie die Profitabilität eines Unternehmens zu erhöhen.

Grundlagen

CRM ist ein Managementsystem, das auf vier Säulen aufgebaut ist:

  • Philosophie, Vision, Strategie ( Kundenorientierung, Erfolgsorientierung)
  • Organisation (kundenorientierte Prozesse)
  • Menschen (Kunden, Mitarbeiter und Führung)
  • Technik (Informations- und Kommunikationstechnik)

 

CRM unterstützt die Kommunikation im Kundenprozess mit verlässlichen Zahlen, Daten, Fakten (ZDF), um die Aufmerksamkeit in Beziehungen mit einem hohen Kundenwert zu konzentrieren und Schwachstellen im Dialog mit dem Kunden zu identifizieren. Das Ziel steht im Geiste einer verbesserten Kundenorientierung, um dem Kunden individualisierte, seinen Bedürfnissen entsprechende Leistungen anbieten zu können.

 

Ziele des CRM sind:

  • Marktanteil erhöhen
  • Loyalität steigern
  • Segmentierung des Kundenstamms
  • Kostenreduzierung durch zentrale Erfassung
  • Service verbessern mit vergleichbar geringem Aufwand
  • Hoch verfügbare Kundendaten als Folge eines erhöhten Datensicherheitsniveaus

 

Realisierung

Ein CRM-System wird mit Hilfe einer relationalen Datenbank realisiert, mit deren Hilfe eine verlässliche und automatisierte Erfassung sämtlicher Kundenkontakte in einem Data Warehouse ermöglicht und für eine automatische Auswertung mittels Data Mining oder OLAP zur Verfügung gestellt wird.

CRM ist auch unter ethischen Gesichtspunkten positiv zu bewerten. Dies wird jedoch nicht allgemein als problemlos betrachtet, da es Stimmen gibt, die eine Gefahr für den Datenschutz (Privacy) der Kunden sehen. Außerdem wird von Kritikern befürchtet, dass möglicherweise vermehrt unfaire Verkaufstechniken zur Anwendung kommen, weil die Unternehmen aufgrund der Fülle von persönlichen Information, z.B. über die Abfrage von speziellen Cookies oder ein Gesprächsprofil im Außendienstkontakt, auch einen manipulierenden Charakter ihrer Beratung verfolgen können.

Der Nutzen durch eine CRM-Analyse ist vielfältig:

  • Hohe Transparenz der Kundendaten für alle MA
  • Umfangreiche Analysen sind einfach möglich
  • Welche Merkmale hat der einzelne Kunde?
  • Wieviel Umsatz und Kosten erzeugt der Kunde?
  • Wie loyal ist der Kunde?
  • Wie ist das Kaufverhalten des Kunden?
  • Welche Präferenzen hat der Kunde?
  • Wieviel Personalisierung ist möglich (über die Anrede hinaus)?
  • Welche Informationen sind für Handlungsentscheidungen relevant?

 

Teilgebiete

Customer Relationship Management wird üblicherweise eingeteilt in das analytische, das operative und das kommunikative CRM. Innerhalb des Marketings werden folgende Bereiche abgedeckt:

  • Verkauf
  • Service
  • Kundenpflege
  • Reklamationsmanagement
  • Callcentersteuerung
  • Gewinnung neuer relevanter Informationen

 

Das kommunikative CRM spricht die direkte Schnittstelle zum Kunden – die Kundenkontaktpunkte – an. Durch das kommunikative CRM werden die verschiedenen Kommunikationskanäle für den Kundenkontakt bereitgestellt.

Das analytische CRM führt auf den im Data Warehouse-System zusammengeführten Kunden- und Transaktionsdaten Analysen mittels Business Intelligence-Methoden (z.B. Data Mining) aus, die im operativen CRM für Kundenbewertungen, Kundensegmentierungen oder ein automatisches Angebotsmanagement genutzt werden.

 

Pfichtenheft

  • detaillierte Adressinformationen
  • komplette Kundenhistorie
  • spezifische Marketingaktionen
  • individuelles Reporting
  • einfache Kundenstatistik
  • schnelle Auftragsinfo
  • Dokumentenmanagement
  • Aufgaben- und Terminsteuerung

 

Erfolgsfaktoren und Engpässe

Erfolgsfaktoren bei der CRM-Einführung sind:

  • Managementunterstützung (das Management muss von der Einführung überzeugt sein und ausreichend Budget zur Verfügung stellen)
  • Klare Ziele, Strategien und Konzepte
  • Definition von Geschäftsprozessen
  • Nicht nur Ist-Zustand abbilden
  • Akzeptanz im Unternehmen
  • Einbeziehung der Mitarbeiter bei der Entwicklung/Einführung
  • Außendienst/Vertrieb muss unbedingt mit ins Boot, vor allem mobile Datenübertragung
  • Überschaubares Projektteam (nur erfahrene Mitarbeiter, Einbeziehung von CRM Experten)
  • Bereinigung bestehender Datenbestände vor Übernahme
  • CRM-Architektur (v.a. hinsichtlich Performance, Verfügbarkeit, Online/Offline)
  • Solides, verständliches Datenmodell
  • Skalierbarkeit der Komponenten
  • Integrierbarkeit der Software in bestehende IT-Landschaft
  • Hohe Zuverlässigkeit der Datenverwaltung und -sicherung
  • Einbindung von Kunden ("friendly customers")

 

Auf folgende "Fallen" muss bei einer CRM-Einführung geachtet werden:

  • Zu starke Sicht auf Tools und Technik
  • Bestehende Systeme werden schlecht integriert
  • Kein Committment von den Betroffenen
  • Firmenweite (weltweite Verfügbarkeit) oft nicht gewährleistet
  • Datenfriedhof
  • gläserner Kunde (rechtliche Probleme?)

 

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Data Marts

Auszüge aus dem Data Warehouse.

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Data Mining (dt: Daten "filtern")

Das systematische (halbautomatische oder automatische) Erkennen wirtschaftlich relevanter Muster oder Beziehungen in Datenbanken oder anderen Datenpools.

Eine Datenfilterung wird mit fortgeschrittenen Statistiktools vorgenommen, die, im Gegensatz zu Standardabfragen im OLAP, als kreativer Prozess Hypothesen entwickelt und überprüft. Dabei wird nach Mustern, Strukturen, Abweichungen, Regelmäßigkeiten, Beziehungen und Beeinflussungen gesucht. Die Mustererkennung und Wissensextraktion wird auch KDD (Knowledge Discovery in Databases) genannt.

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Data Warehouse (data warehouse)

Oft sehr große Datenbank, die auf alle für eine globale Sicht relevanten Daten eines Unternehmens oder auch Konzerns zugreifen kann.

Die Daten werden durch das Prinzip „kopieren und aufbereiten“ aus heterogenen und verteilten Quellen bereitgestellt. Es ist ein wichtiges Instrument für das Informationsmanagement des Unternehmens und wird häufig als Entscheidungshilfe eingesetzt.

Die gesammelten Kerndaten stellen oft die Basis für weitere betriebliche Analysen wie Online Analytical Processing (OLAP) oder Datamining dar.

 

Phänomenologie Data Warehouse 

Weitgehend einig ist man sich in Folgendem:

  • Ein Data Warehouse (deutsch Datenlager) ermöglicht eine globale Sicht auf heterogene und verteilte Datenbestände, indem die für die globale Sicht relevanten Daten aus den Datenquellen zu einem gemeinsamen konsistenten Datenbestand zusammengeführt werden.
  • Somit entsteht der Inhalt eines Data Warehouse durch Kopieren und Aufbereiten von Daten aus unterschiedlichen Quellen.
  • Meist ist ein Data Warehouse die Basis für die Aggregation von betrieblichen Kennzahlen und Analysen innerhalb mehrdimensionaler Matrizen, dem so genannten Online Analytical Processing (OLAP).
  • Ein Data Warehouse ist häufig Ausgangsbasis für Data Mining.
  • In der Regel operieren die Anwendungen mit anwendungsspezifisch konstruierten Auszügen aus dem Data Warehouse, den so genannten Data Marts.

 

Die anderen Definitionen unterscheiden sich vor allem im generellen Zweck eines Data Warehouse, im Umfang und Umgang der Daten im Data Warehouse.

Das Spektrum der Definitionen beginnt mit der restriktiven Sicht von Inmon:

„Ein Data Warehouse ist eine themenorientierte, integrierte, historisierte, nicht flüchtige (d. h. dauerhafte) Sammlung von Daten, um Manager bei Entscheidungsprozessen zu unterstützen.“

Im Original: „A data warehouse is a subject-oriented, integrated, time-variant, nonvolatile collection of data in support of management´s decision-making process.“ (1)

 

Die folgende Definition von Bauer und Günzel ist weniger restriktiv, ist aber auf einen speziellen Zweck, die Analysefunktion, ausgerichtet:

„Ein Data Warehouse ist eine physische Datenbank, die eine integrierte Sicht auf (beliebige) Daten darstellt, um Analysen zu ermöglichen.“ (2)

 

Das Spektrum der Definitionen endet bei der Definition von Zeh, die ohne Restriktionen an Umfang und Umgang der Daten sowie ohne Zweckbestimmung ist:

„Ein Data Warehouse ist ein physischer Datenbestand, der eine integrierte Sicht auf die zugrundeliegenden Datenquellen ermöglicht.“ (3)

Die Einschränkung „physisch“ ist notwendig, um das Data Warehouse von dem „logischen“ föderierten Datenbanksystem abzugrenzen.

 

Geschichte des Data Warehouse

Der 'Data Warehouse' Begriff wurde Mitte der 1980er Jahre bei IBM geprägt und mit Information-Warehouse bezeichnet. Der Terminus 'Data Warehouse' wurde erstmals 1988 von Devlin verwendet. In jüngerer Zeit werden Data Warehouse Systeme auch als Business Warehouse Systeme oder als Business Intelligence Systeme bezeichnet, wodurch die geschäftliche Bedeutung derartiger Systeme betont werden soll.

 

(1) Inmon, W. H.; Hackethorn, R. D.: Using the Data Warehouse. New York: John Wiley & Sons, 1994, ISBN 0-471-05966-8

(2) Bauer, A., Günzel, H.: Data Warehouse Systeme - Architektur, Entwicklung, Anwendung), dpunkt, 2000, ISBN 3-932588-76-2

(3) Zeh, T.: Data Warehousing als Organisationskonzept des Datenmanagements. Eine kritische Betrachtung der Data-Warehouse-Definition von Inmon. In: Informatik, Forschung und Entwicklung, Band 18, Heft 1, Aug. 2003

 

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Data Warehousing

Das Datawarehousing setzt sich aus vier Schritten zusammen:

  1. Datengewinnung.
  2. Verwaltung der Daten an einem zentralen Ort.
  3. Bereitstellung der Daten in Kombination mit Werkzeugen, die Interpretation, Analyse und die Anfertigung von Berichten ermöglichen.
  4. Erzeugung von Berichten, um anhand von konkreten Aufgabenstellungen Entscheidungen zu treffen.

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Datenanalyse

Unter Datenanalyse versteht man die Aufbereitung und Auswertung gesammelter Daten. Diese Daten können sowohl empirisch erhoben werden (beispielsweise durch Fragebögen und Umfragen), als auch - z.B. in Form von Dokumenten oder in Datenbanken - bereits gesammelt vorliegen (siehe auch Dokumentenanalyse). Datenanalysen finden sowohl in der Marktforschung statt als auch im Rahmen der Software-Anwendungsentwicklung, wo die Datenanalyse meist mit der Systemanalyse einher geht und eine der Grundlagen für ein Pflichtenheft darstellt.

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EAN (Abk. Europäische Artikel Nummer)

International abgestimmte, einheitliche und weltweit überschneidungsfreie 8-, 13- oder 14-stellige Artikelnummer für Produkte und Dienstleistungen. Sie bildet die Grundlage für den Einsatz der Scannertechnologie und erleichtert durch Festlegung von Lesetechniken und Dateninhalten wesentlich die elektronische Kommunikation.

Die EAN wird in der Regel als maschinenlesbarer Strichcode (Barcode) auf die Warenpackung aufgedruckt und beim Bezahlen an Scannerkassen von einem Laserscanner decodiert. Vorteile der EAN sind:

  • schnellere Abfertigung der Kunden (weniger Wartezeit an der Kasse)
  • höhere Sicherheit (keine Tippfehler oder Irrtümer)
  • Erleichterung des Warenverkehrs, automatisierbare Lagerhaltung
  • Keine Etikettierung nötig, Preis muss nur am Regal stehen
  • Transparente, weltweite Standardisierung (z.Z. 90% aller Waren) und
  • Rückverfolgbarkeit (v.a. für Fleischkontrollen und Fisch).

Zur Philosophie des EAN gehört auch die elektronische Datenübermittlung zwischen den beteiligten Unternehmen per EDI, wozu der EANCOM-Standard entwickelt wurde.

 

Kurzbeschreibung EAN 13:

Die EAN hat 8 oder 13 Stellen. Die EAN-13 besteht aus

  • Ländernummer des Staates (2 bzw. 3 Stellen):
  • D hat Nr.40-43, A 90-91, CH 76, F 30-37, NL 87, Polen 590, Tschechien 859 usw.
  • Betriebsnummer (Hersteller) (5 bzw. 4 Stellen)
  • Artikelnummer (5 Stellen)
  • Prüfziffer (1 Stelle)

Ländernummer und Betriebsnummer werden von der jeweiligen EAN-Verwaltung des Staates einmalig vergeben und verwaltet. Derzeit sind es 98 Staaten.

Die Artikelnummer ist für jeden Mitgliedsbetrieb frei verfügbar und ist meistens nach Artikelgruppen oder Betriebsabläufen gegliedert.

Die Prüfziffer dient der Datensicherheit und wird durch einen genormten Algorithmus mit einer gewichteten Ziffernsumme gerechnet. Sie darf nicht weggelassen werden.

 

Kurzbeschreibung EAN 8:

Die verkürzte Version EAN-8 ist speziell für kleine Artikel gedacht, auf denen kein Platz für lange Nummern ist (z.B. Heftklammern oder Kaugummi), aber auch für lokale Waren (z.B. Milchpackung). Die Artikelnummer ist auf 3 Stellen gekürzt (4 incl. der Prüfziffer) und könnte bei vielen Firmen nicht alle Artikel erfassen.

Die EAN-8 kann - im Gegensatz zum UPC-Code - nicht aus einem EAN-13-Code gebildet werden, sondern muss extra beantragt werden.

Hinweis: Die Ländernummer zeigt nicht unbedingt auf das Herstellerland, sondern auf das Land, wo sich der Hersteller eintragen ließ. Je nach Firmensitz bzw. Zuliefer-Firma müssen diese Länder nicht identisch sein.

 

Die Prüfziffer

Die Prüfziffer der EAN errechnet sich, indem die Ziffern von rechts nach links abwechselnd mit 3 und 1 multipliziert werden und anschließend diese Produkte addiert werden. Die Prüfziffer ergänzt diese Summe zum nächsten Vielfachen von 10.

Dasselbe Verfahren ist auch für andere Produkt-Kennzahlen üblich.

 

Für Supermärkte steht ein spezieller Ländercode zur Verfügung, um zur ausschließlich internen Verwendung die vor Ort abgewogenen Lebensmittel mit einem Barcode versehen zu können.

  • 2xx (anstatt der Ländernummer)
  • Artikelnummer (4 Stellen)
  • Gewicht, Menge oder Preis (5 Stellen)

Dieser Code wird vor allem für Obst und Gemüse sowie Fleisch- und Wurstwaren verwendet. Außerdem benutzen verschiedene Lebensmittel-Discounter diese geschäftsinternen EAN in der verkürzten EAN-8-Form.

 

Geschichte

Bereits 1973 wurde in den USA der Uniform Product Code UPC mit 12-stelligen Nummern eingeführt. Ein Jahr später machte man sich in Europa die ersten Gedanken über ein ähnliches System, das zum UPC kompatibel sein sollte. 1977 wurde die European Article Association gegründet, die später in EAN International umbenannt wurde. Sie hat Mitgliedsorganisationen in 98 Staaten.

In den letzten Jahren hat man sich bemüht, die zwei Systeme zusammenzuführen. Nun wird der amerikanische Produktcode, der vom Uniform Code Council (UCC) betreut wird, in jenes der EAN integriert. Das System erhielt den Namen EAN•UCC.

Zum 1. Januar 2005 werden also de facto die EAN-13 auch in Nordamerika eingeführt, doch wird gleichzeitig ein Übergang auf die 14-stelligen GTIN empfohlen.

 

Der Strichcode zum EAN-13

Die Code-Familien UPC-A, EAN-8 und EAN-13 benutzen alle das gleiche "Alphabet" bei der Darstellung als Barcode: zwei helle und zwei dunkle Linien definieren eine Ziffer. Die Linien treten in vier verschiedenen Strichstärken auf. Die Linien sind doppelt, dreimal oder viermal so breit wie die dünne Linieneinheit, wobei die vier Linien einer Ziffer zusammen siebenmal so breit sind wie die dünne Linieneinheit. Für jede Ziffer gibt es zwei Codes, die spiegelsymmetrisch zueinander sind. Sie heißen „uneven“ bzw „even“.

  

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EANCOM®

Kunstwort aus EAN und COMmunication: Standard für den elektronischen Datenaustausch, der ein offizielles UN/EDIFACT-Subset ist und von EAN International zum branchenübergreifenden Einsatz zur Verfügung gestellt wird. EANCOM® ist empfohlener EDI-Standard für ECR.

Beispiele für EANCOM-Nachrichten sind:

ORDERS (Bestellungen, Aufträge)

DESADV (Despatch advice, Lieferavis)

INVOIC (Rechnung)

PRICAT (Preis und Artikelinformationen)

SLSPRT (Sales report, Abverkaufsmeldungen)

RECADV (Receive advice)

ORDRSP (Orders response, Antwort auf eine ORDERS)

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E-Business

Der durch eine im Jahre 1998 von IBM gestartete Werbekampagne populär gewordene Begriff bezeichnet die Abwicklung jeder Art von Geschäften über elektronische Transportkanäle bzw. Medien.

Die wesentlichen Bereiche sind: Internet-Business, Security und Payment, Inter-organisational Workflow Management sowie Middelware und Brokerage.

 

Der Begriff wird durch seine Teilnehmer wie folgt kategorisiert:

  • B2B Business-To-Business, Unternehmen zu Unternehmen
  • B2C Business-To-Consumer, Unternehmen zu Verbraucher
  • C2B Consumer-To-Business, Verbraucher zu Unternehmen
  • B2A Business-To-Administration, Unternehmen zu öffentlicher Verwaltung
  • B2E Business-To-Employee, Unternehmen zu Mitarbeiter
  • C2C Consumer-To-Consumer, Verbraucher zu Verbraucher 

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ECR

Abk. für Efficient Consumer Response.

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E-Commerce

Vorläufer des Begriffs E-Business, der für die Abwicklung von Handels- oder Dienstleistungsgeschäften über elektronische Kanäle, insbesondere über das Internet steht. Die Nutzung von Vorteilen des E-Commerce liegt besonders in massiven Einsparungen von Infrastruktur-Ressourcen.

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EDI

Abk. für Electronic Data Interchange.

Beschreibt den automatischen und asynchronen Versand strukturierter Nachrichten zwischen Anwendungssystemen unterschiedlicher Institutionen.

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Efficient Consumer Response

ECR ist eine gemeinsame Initiative von Herstellern mit Groß-/Einzelhändlern und weiteren Partnern der Versorgungskette mit dem Ziel, durch gemeinsame Anstrengungen die Abläufe zu verbessern und so den Konsumenten ein Optimum an Qualität, Service und Produktvielfalt kostenoptimal bieten zu können.

"Efficient Consumer Response (ECR) ist eine gesamtunternehmensbezogene Vision, Strategie und Bündelung ausgefeilter Techniken, die im Rahmen einer partnerschaftlichen und auf Vertrauen basierenden Kooperation zwischen Hersteller und Handel darauf abzielen, Ineffizienzen entlang der Wertschöpfungskette unter Berücksichtigung der Verbraucherbedürfnisse und der maximalen Kundenzufriedenheit zu beseitigen, um allen Beteiligten jeweils einen Nutzen zu stiften, der im Alleingang nicht zu erreichen wäre."

[von der Heydt, A.: Efficient Consumer Response (ECR): Basisstrategien und Grundtechniken, zentrale Erfolgsfaktoren sowie globaler Implementierungsplan; Frankfurt am Main 1998; S.47.]

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Einzelhandel

Der Begriff Einzelhandel beschreibt den Absatz von Handelsware an Endverbraucher, Endanwender bzw. private Haushalte in haushaltsüblichen Mengen (Kleinmengen). Der Einzelhandel wird vom Großhandel bedient, der wiederum vom Hersteller bedient wird. Den Verkauf vom Hersteller/Großhändler zum Endverbraucher schließt der Einzelhandel aus.

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ERP

Abk. für Enterprise Resource Planning.

ERP bezeichnet die unternehmerische Aufgabe, die in einem Unternehmen vorhandenen Ressourcen (wie z.B. Kapital, Betriebsmittel, Personal...) möglichst effizient für den betrieblichen Ablauf einzuplanen.

ERP deckt die Planung und Steuerung der gesamten Wertschöpfungskette eines Unternehmens ab.

ERP-Systeme bestehen aus mehreren Applikationen, die dem Einkauf, der Materialwirtschaft, der Produktionsplanung und Produktionssteuerung, der Lagerverwaltung, der Personalverwaltung, der Qualitätssicherung und dem Finanzmanagement dienen.

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Großhandel

„Großhandel bezeichnet den Absatz von Handelsware an gewerbliche Abnehmer, in der Regel an Wiederverkäufer. Als Großhandel wird auch der Absatz an Gebietskörperschaften, staatliche Unternehmen, öffentlich-rechtliche Sparkassen, Handwerkskammern und andere nicht private Großabnehmer bezeichnet. Der Verkauf an private Haushalte wird Einzelhandel genannt.

Unterschieden wird nach der Form des Absatzes zwischen Streckengroßhandel und Lagergroßhandel. Beim Streckengroßhandel entfällt mehr als die Hälfte des Umsatzes auf Warengeschäfte, bei denen die Ware vom Vorlieferanten zum Kunden transportiert wird. Der Großhändler verbucht diese Waren dabei als Eingang, ohne sie eingelagert zu haben. Zolllager, Lager im Freihafen und ausländische Lager gelten bei Streckengeschäften nicht als Lager. Entfallen weniger als die Hälfte des Umsatzes auf Streckengeschäfte spricht man vom Lagergroßhandel.“

Unternehmen, die Großhandel betreiben, werden im allgemeinen Sprachgebrauch ebenfalls als Großhandel bezeichnet.

 

[Auszug aus: Microsoft® Encarta® Enzyklopädie 2002. © 1993-1999 Microsoft Corporation. Alle Rechte vorbehalten.] 

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Handel

„Beschaffung und Verkauf von Waren, nicht aber deren Herstellung (Produktion). Handelsunternehmen kaufen die Waren von Produktionsbetrieben und verkaufen diese an den Endverbraucher (Einzelhandel) oder an Wiederverkäufer (Großhandel). Umgekehrt werden Produktionsbetriebe durch Handelsunternehmen mit Waren versorgt, die in der Produktion benötigt werden. Zu den zentralen Funktionen des Handels gehören der Transport, die Lagerhaltung und die Bewerbung der Waren. Man unterscheidet Binnenhandel und Außenhandel sowie stationären und Versandhandel.“

[Auszug aus: Microsoft® Encarta® Enzyklopädie 2002. © 1993-1999 Microsoft Corporation. Alle Rechte vorbehalten.]

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Hardware

Der Begriff Hardware bezeichnet die unveränderlichen konstruktionsbedingten Baugruppen, Funktionselemente und Peripheriegeräte einer Datenverarbeitungsanlage. Beispiele für Hardware sind: Drucker, Tastatur, Maus, Monitor, Mainboard, Prozessor, Chipsatz, etc.).

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Implementierung (Implementation)

Implementierung oder Implementation ist die konkrete Festlegung der Strukturen und (Arbeits-) Abläufe in einer Organisation oder einem System unter Berücksichtigung von Rahmenbedingungen, Regeln und Zielvorgaben, der Spezifikation.

 

In der Informatik bedeutet Implementierung das Umsetzen eines Algorithmus oder Software-Designs zu einem Computerprogramm nach Auswahl einer geeigneten Programmiersprache.

Im Bereich des IT-Service bedeutet Implementierung die Integration von Software und/oder Hardware in eine bestehende Systemumgebung.

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INVOIC, Invoice

= EANCOM®-Nachrichtenart.

Die Rechnung übermittelt Zahlungsforderungen für Güter und Dienstleistungen, die entsprechend den Vereinbarungen zwischen Verkäufer und Käufer geliefert wurden.

Dieser Nachrichtentyp dient bei korrekter Kennzeichnung auch zur Übermittlung von Proforma-Rechnungen, Gutschriften und Belastungsanzeigen. Der Verkäufer kann einen oder mehrere Geschäftsvorfälle gleichzeitig berechnen. Eine Rechnung kann Güter oder Dienstleistungen einer oder mehrerer Bestellungen, Lieferanweisungen, Abrufe, etc. umfassen.

Die Nachricht kann Referenzangaben zu Zahlungsbedingungen, Transportdetails und zusätzliche Informationen für Zoll- und Statistikzwecke bei grenzüberschreitenden Transaktionen beinhalten. 

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INVRPT

= EANCOM®-Nachrichtenart.

Der Lagerbestandsbericht ist eine Nachricht zwischen interessierten Partnern, die Informationen bezüglich geplanten oder zu erzielenden Beständen spezifiziert. Alle Waren, Dienstleistungen und Standorte, die im Lagerbestandsbericht genannt werden, wurden zuvor mit den Nachrichten Partnerstammdaten und Preisliste/Katalog identifiziert.

Verschiedene Bestandsklassen können identifiziert und finanziell bewertet werden. Mengenangaben können sich auf Muster- oder geplante Mengen, kleinste/größte Mengen, Nachbestell-Bestandsmengen und aktuelle Lagermengen beziehen.<?xml:namespace prefix = o ns = "urn:schemas-microsoft-com:office:office" />

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IT (syn: Informationstechnik, Informationstechnologie)

Überbegriff für Verfahren, Technologie und Infrastruktur zur Verarbeitung von Daten und zur Telekommunikation.

Die Erbringung von IT-Dienstleistungen wird auch IT-Services oder IT-Service genannt. Für die Beratung haben sich die Begriffe IT-Consult, IT-Consulter, IT-Consulting, IT-Consultant und IT-Consultancy eingebürgert.

Der Begriff IT-Lösungen steht als zusammenfassende Bezeichnung für Hard- u./o. Softwarelösungen, aber auch Consulting und Service im IT-Bereich.

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Kommissionierung

Auftrags- u./o. artikelbezogenes Zusammenstellen von Ware für den auftragsbezogenen Versand bei dem i.d.R. eine Vereinzelung von Packstücken aus größeren Verpackungseinheiten einhergeht.

 

Es können verschiedene Automatisierungsgrade (vollautomatisch, halbautomatisch, manuell) und Organisationsformen existieren (einstufige Kommissionierung (jeder Auftrag wird separat kommissioniert), zweistufige Kommissionierung (ein Pool von Aufträgen wird zuerst gemeinsam kommissioniert und dann an einer Sammelstelle nach Aufträgen getrennt)).

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Konfektionierung

Konfektionierung bezeichnet die Veredelung von Ware bzw. Herstellung neuer Artikel durch das Zusammenfügen von Fertig- u./o. Halbfertig-Produkten.

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Lager (syn: Warenlager)

Örtlich- u./o. Räumlichkeit, in der Ware vereinnahmt, gelagert, kommissioniert, konfektioniert, umgeschlagen und verladen wird.

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Lagerhaltung

Lagerhaltung ist ein Begriff aus der Produktionsplanung, der sich mit den Kosten die ein Lager verursacht beschäftigt.

Die auftretenden Gesamtkosten eines Lagers setzen sich aus drei Teilkosten zusammen:

  1. Fixkosten
  2. bestellfixe Kosten
  3. variable Lagerhaltungskosten

 

Zur Minimierung der bestellfixen Kosten und der variablen Lagerhaltungskosten wurden verschiedene Modelle, Losgrößenmodelle genannt, entwickelt.

Dieser Artikel (auch Teile davon) von Autoren der Wikipedia wird durch die GNU FDL lizenziert.

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Lagerverwaltung

Die Lagerverwaltung definiert sich durch den Aufgabenkomplex, der das Erfassen, Betreuen, Leiten, Lenken und Verantworten des dynamischen Systems Lager nach stabilen Vorschriften verwirklicht.

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Lagersteuerung

Die Lagersteuerung ist Bestandteil der Lagerverwaltung und zielt auf einen Regelkreis hinaus.

(Da die Steuerung hier auf einem Feedback beruht, wäre die Wortwahl Lagerregelung richtiger.)

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LEH (leh)

LEH (leh) = Abk. für Lebensmittelhandel.

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LES

Abk. für Logistics Execution System.

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Logistik (syn: logistics)

In Bezug auf den Güterfluss ist Logistik als die Gesamtheit der Lager-, Transport- und Informationsvorgänge definiert. Dies beinhaltet auch die Planung, Organisation, Steuerung, Abwicklung und Kontrolle des betroffenen Waren- und Informationsflusses.

Die Logistik (im weitesten Sinn) sorgt für die Sicherstellung der Verfügbarkeit insbesondere von Gütern und Informationen. Prozesse zur Überbrückung von Raum (Transport) und Zeit (Lagerung) - d.h. der Fluss von Gütern - stehen dabei traditionell im Zentrum der Analyse. Man spricht von einer raumzeitlichen Gütertransformation.

Eine entsprechende flussorientierte Definition der Logistik schlägt das Council of Logistics Management vor:

"Logistikmanagement als Teil des Supply Chain Managements plant, implementiert und steuert den effizienten und effektiven Hin- und Rückfluss von Gütern, Diensten und damit verbundenen Informationen zwischen dem Ursprung und Verbrauchspunkt, so dass die Anforderungen der Kunden erfüllt werden."

Aufgrund zunehmender Bedeutung hat sich die Logistik in mehreren Stufen zu einem umfassenden Managementkonzept entwickelt. Eine moderne Definition der Logistik, die dies widerspiegelt gibt Göpfert:

"Die Logistik ist ein spezieller Führungsansatz zur Entwicklung, Gestaltung, Lenkung und Realisation effektiver und effizienter Flüsse von Objekten (Güter, Informationen, Gelder, Personen) in unternehmensweiten und -übergreifenden Wertschöpfungssystemen."

In dieser Definition deckt sich der Begriff der Logistik weitestgehend mit dem des Supply Chain Managements.

 

Entwicklung der Logistik

Historisch hat die Logistik ihren Ursprung im Militärwesen. Sie stellte den Nachschub für das Heer sicher.

Ursprünglich als Hauptfunktion der Materialwirtschaft verstanden, wird Logistik heute v.a. als betriebliche Querschnittsfunktion über die Bereiche Beschaffung, betriebl. Leistungserstellung (Produktion i.w.S.), und Absatz gesehen.

 

Ziele, Aufgaben und Bereiche der Logistik

Konkreter wird Logistik daher definiert als integrierte Planung, Organisation, Steuerung, Abwicklung und Kontrolle des gesamten Material- und Warenflusses mit den damit verbundenen Informationsflüssen, beginnend beim Lieferanten, durch die (eigenen) betrieblichen Wertschöpfungsstufen (z.B. Produktions- und/oder Distributionsstufen), bis zur Auslieferung der Produkte beim Kunden, inklusive der Abfallentsorgung und des Recyclings.

Pragmatischer wird dies auch durch die "6 R" der Logistik ausgedrückt: Es gilt, kundenorientiert und kostenminimal, das richtige Produkt, zur richtigen Zeit, zum richtigen Preis, am richtigen Ort, in der richtigen Menge und der richtigen Qualität, bereitzustellen.

 

Man untergliedert die Logistik i.e.S. daher horizontal auch in die 4 Subsysteme:

 

  1. Beschaffungslogistik (vom Lieferant ins Eingangslager)
  2. Produktionslogistik (Material- & Warenwirtschaft, Verwaltung von Halbfabrikaten in Zwischenlagern, z.T. auch Fertigungswirtschaft)
  3. Distributionslogistik (Absatzlogistik) (vom Vertriebslager zum Kunden)
  4. Entsorgungslogistik (Reverse Logistik) (Rücknahme von Abfällen, Leergut, Recycling)

 

Im Rahmen der Distributionslogistik wird auch von Marketinglogistik gesprochen. Die Personallogistik ist hingegen Kernaufgabe der Personalabteilung (Personaleinsatzplanung).

 

Durch moderne Konzeptionen wie ECR (Efficient Consumer Response) und Technologien wie z.B. EDI (Electronic Data Interchange) kann Logistik effizienter gestaltet werden. Beispiele sind JIT-Belieferung und Kanban.

 

Nach Art der Tätigkeit wird auch zwischen Lagerlogistik (Lagerwesen), Verpackungslogistik und Transportlogistik unterschieden.

 

Aufgaben und Einflussfaktoren

Eine der wichtigsten Aufgaben der Logistik ist der Transport. Logistik ist verantwortlich für den Transport vom Hersteller zum Unternehmen, den innerbetrieblichen Transport, sowie den Transport zum Kunden.

Weitere Funktionsbereiche sind:

  • Warenprüfung und Handhabung
  • Lagerung und Kommissionierung
  • Verpackungen
  • Steuerung und Planung der Produktionsabläufe
  • Koordination der Prozessdurchführung

 

Spezialaufgaben der Logistik sind z.B. die Sicherung der Güter während der Lagerung und während des Transportes, dies nicht nur bei wertvollen Gütern wie Geldtransporte, sondern auch ganz besonders beim Gefahrgut.

 

Ziele

Die Ziele der Logistik sind die Erbringung einer hochwertigen Leistung, Qualität und Kostensenkung. Hierbei entstehen Zielkonflikte. Beispielsweise wird ein hoher Lagerbestand zwar die Fehlmengenkosten vermindern sowie die Lieferbereitschaft erhöhen, jedoch steigen dadurch automatisch die Lagerhaltungskosten. Die Logistik-Kostenrechnung dient hierbei als Instrument zur Optimumsermittlung.

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Logistikkette

Der Begriff Logistikkette bezeichnet die  Gesamtheit aller Geschäftsaktivitäten, die erforderlich sind, um der Nachfrage an Produkten oder Dienstleistungen nachzukommen und zwar vom ursprünglichen Bedarf an Rohmaterial und Daten bis zur Übergabe an den Endverbraucher.

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Logistiknachrichten

Begriff aus EANCOM® für alle Nachrichtentypen, die Instruktionen oder Informationen in Bezug auf Artikel und Mengen beinhalten.

Beispiele: DESADV, RECADV, PRICAT, INVRPT, PARTIN.

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Managementinformationssystem (Management Informationssystem, MIS)

Ein Management-Informations-System (MIS) sammelt, erfasst, verarbeitet, pflegt, analysiert, benutzt, verbreitet, disponiert, überträgt, manipuliert und visualisiert die unternehmensrelevanten Informationen. Management Informationssysteme (MIS) finden Anwendung im funktionalen  Bereich aller Geschäftsprozesse und -vorgänge, im Entscheidungs- und Strategiesektor sowie beim Performance-Monitoring.

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MIS

Abk. für Managementinformationssystem bzw. Management Informationssystem.

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Netzwerk (syn:Computernetzwerk, Netz)

Ein Computernetzwerk (ugs: Netz, Netzwerk) stellt einen Verbund insbesondere von Computern und anderen Modulen zur Informationsübermittlung dar.

Zweck ist der effektive und schnelle Informationsaustausch.

Netzwerke werden je nach Art eingeteilt in lokale (z.B.: LAN), nicht lokale (z.B.: MAN, WAN, GAN, Extranet), drahtgebundene ( z.B. Ethernet) und drahtlose Netzwerke (z.B.: WLAN, Bluetooth, UMTS, GSM).

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OLAP

Abk. für Online Analytical Processing.

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OLAP-Cube

In der Datenbanktheorie ist ein OLAP-Würfel (auch Datenwürfel) eine abstrakte Repräsentation der Projektion einer RDBMS (Relational Database Management System) - Relation.

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Online Analytical Processing (OLAP)

Online Analytical Processing (OLAP) wird neben dem Data Mining oder Text Mining zu den Analytischen Informationssystemen gezählt. Während diese für die hypothesenfreie Entdeckung eingesetzt werden, setzt OLAP Hypothesen voraus.

Durch OLAP-Werkzeuge kann eine zugrundeliegende Datenbasis, meist ein Data Warehouse, benutzerfreundlich analysiert und abgefragt werden.

Im Gegensatz zu operationalen Datenbanken arbeitet man bei OLAP nicht mit einzelnen normalisierten Tabellen, sondern mit so genannten Dimensionstabellen. Es sind dadurch schnelle Antworten auf komplexe Anfragen möglich. Die OLAP zugrunde liegende Struktur ist ein OLAP-Cube, der aus der operationalen Datenbank erstellt wurde. Dieser ist meist nach dem Star-Schema aufgebaut, mit einer Faktentabelle und den jeweiligen Dimensionstabellen. Man unterscheidet zwischen ROLAP, das auf eine relationale Datenbank zugreift, und MOLAP (Multidimensionales OLAP). HOLAP (H: Hybrid) ist eine Zwischenform zwischen ROLAP und MOLAP. Jeder Typ hat seine Vor- und Nachteile. MOLAP kann schnell die Aggregationen berechnen, erzeugt dabei aber große Datenmengen. ROLAP benötigt den wenigsten Platz und skaliert besser, aber ist dafür langsamer als MOLAP.

OLAP-Werkzeuge werden häufig durch Multidimensionalität charakterisiert. Durch diese Multidimensionalität sollen relevante betriebswirtschaftliche Kennzahlen (bspw. Umsatz- oder Kostengrößen) anhand unterschiedlicher Dimensionen (z. B. Kunden, Regionen, Zeit) mehrdimensional betrachtet und bewertet werden können. Zur bildlichen Darstellung werden Würfel verwendet. Diese Würfel sind unterteilt in verschiedene Dimensionen, die wiederum in Elemente untergliedert sind. 

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Point of Sale / Point of Purchase

Dieses kann ein Einzelhandelsgeschäft, eine Kasse in einem Geschäft oder ein variabler Ort bedeuten, an dem eine Transaktion stattfindet.

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POP / POS

Abk. für Point of Purchase/Point of Sale. Die Begriffe Point of Purchase (POP) und Point of Sale (POS) werden synonym benutzt.

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Projekt

"Vorhaben, das im Wesentlichen durch die Einmaligkeit der Bedingungen in ihrer Gesamtheit gekennzeichnet ist, wie z.B. Zielvorgabe, zeitliche, finanzielle, personelle und andere Begrenzungen bzw. Abgrenzung gegenüber anderen Vorhaben und projektspezifischer Organisation." [DIN 69901]

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Projektmanagement

"Gesamtheit von Führungsaufgaben, -organisation, -techniken und -mittel für die Abwicklung eines Projektes." [DIN 69901]

 

Der Begriff Projektmanagement wird auch synonym für die Leitungsinstanz selbst verwendet.

Strukturen und Methoden des Projektmanagements sind branchenspezifisch und abhängig von der Größe des Projekts. Die Werkzeuge reichen demnach von der einfachen Erfüllungskontrolle bis zur Projektmanagementsoftware gestützten Begleitung durch alle Phasen von der Planung bis hin zur Implementierung und Integration.

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Prozesskette

Der Begriff Prozesskette bezeichnet Geschäftsvorgänge, die in logisch und funktional strukturierter Form gegliedert sind.

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Retail

Retail ist ein aus dem englischen eingeführter Begriff für den Einzelhandel. Retail wird synonym auch für Handel und Kleinverkauf verwendet.

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Retail Management

Retail Management bedeutet das Führen und Lenken und Steuern der Vorgänge im Einzelhandel.

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Retail Technology

Retail technology beschreibt die Verfahren, Methoden und Abläufe, um die den Einzelhandel definierenden Vorgänge zu realisieren.

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RFID (radio frequency identification)

(dt: Identifizierung per Funk, Hochfrequenzkennzeichnung)

RFID ist eine Methode, um Daten berührungslos und ohne Sichtkontakt lesen und speichern zu können. Die Entwicklungsgeschichte dieser Technologie ist recht verzweigt und reicht weit zurück.

Der Begriff RFID bezeichnet dabei die komplette Infrastruktur, die es möglich macht, Informationen drahtlos aus dem RFID Tag (auch RFID Transponder genannt) auszulesen. Dies umfasst den RFID Tag, die Sende-/Empfangseinheit, mit welcher der RFID Tag angesprochen wird, sowie die Integration mit Servern, Diensten und sonstigen Systemen wie z. B. Kassensystemen oder Warenwirtschaftsystemen.

Die Daten werden auf so genannten RFID Tags (engl. für "Etiketten") - oft auch "RFID Transponder" - gespeichert. Die gespeicherten Daten werden über elektromagnetische Wellen gelesen. Bei niedrigen Frequenzen geschieht dies induktiv (Nahfeld), bei höheren über Funk (Fernfeld). Die Entfernung, über die ein RFID Tag ausgelesen werden kann, schwankt aufgrund der Ausführung (aktiv/passiv), benutztem Frequenzband, Sendestärke und Umwelteinflüssen zwischen wenigen Zentimetern und max. 30 Metern.

Es gibt daneben auch chiplose RFID Tags, welche reflektiv arbeiten. In diesen gibt es keinen gespeicherten, zeitauflösenden Code, sondern ein über die Fläche verteiltes Frequenz- und Phasenbild, welches ortsauflösend als Code interpretiert wird.

 

Baugröße

Ist der Chip auch sehr klein, so wird die Baugröße maßgeblich durch die Antenne (ist abhängig von der Frequenz bzw. Wellenlänge) und das Gehäuse (besonders seine Schutzklasse) bestimmt. Dadurch werden Montageorte und die möglichen Anwendungen stark beschränkt.

RFID Transponder können, je nach Einsatzgebiet, durchaus die Größe von Büchern besitzen (z.B. in der Containerlogistik). Jedoch ist es mit heutiger Technik auch möglich, sehr kleine RFID Transponder herzustellen, die sich in Geldscheine oder Papier einsetzen lassen.

 

Technologie

Der Aufbau eines RFID Tags sieht prinzipiell eine Antenne, einen analogen Schaltkreis zum Empfangen und Senden (Transponder), sowie einen digitalen Schaltkreis und einen permanenten Speicher vor. Der digitale Schaltkreis ist bei komplexeren Modellen ein Von-Neumann-Rechner.

Die RFID Tags unterscheiden sich in anderen Gebieten teilweise recht stark. So verfügen einige RFID Transponder über beschreibbaren Speicher, in dem während der Lebensdauer Informationen abgelegt werden können.

Ein RFID Tag kann in Form und Größe variieren, je nach Modell und Ausführung von wenigen Millimetern bis einigen Zentimetern. Das Aussehen kann von rund und massiv, bis flach und flexibel beliebig angepasst werden.

Je nach Anwendungsgebiet unterscheiden sich auch die sonstigen Kennzahlen wie z.B. Funkfrequenz, Übertragungsgeschwindigkeit, Lebensdauer, Kosten pro Einheit, Speicherplatz und Funktionsumfang. Für Spezialanwendungen können auch Kryptographiemodule oder externe Sensoren wie z. B. GPS in den RFID Transponder integriert sein. Auch die RFID Sende-Empfangseinheiten unterscheiden sich in Funktionsumfang und Aussehen. So ist es möglich, sie direkt in Regale oder Personenschleusen (z.B. bei der Grenzabfertigung) zu integrieren. Aktive RFID Tags haben sogar teilweise die Möglichkeit, direkt mit orbitalen Satelliten zu kommunizieren. Die Vielzahl von unterschiedlichen Geräten und Etiketten ist nur zu sehr geringem Teil vollständig kompatibel. Regional unterscheiden sich die verwendeten Frequenzen und bevorzugten Standards.

Probleme mit der Verständigung kann es indes auch bei Produkten mit hohem Wasseranteil (Joghurt, Mineralwasser etc.) und beim Vorhanden sein von Metallteilen (Einkaufswagen, Autoteile etc.) geben. Diese können die ohnehin schwachen Abstrahlungen von passiven RFID Transpondern noch weiter mindern. Ebenso kann es zu Problemen kommen, wenn das Tag direkt am Produkt sitzt und dieses eine "hohe" Dichte hat. So ist beispielsweise ein Tag auf dicht gepackten Nudeln wie Spaghetti schwerer zu lesen als auf anderen Nudelsorten mit mehr Zwischenraum. Es ist von Anwendung zu Anwendung verschieden. Die Theorie, dass Produkte mit hohen Wasser- oder Metallanteil zu Problemen führen, ist nicht unbedingt gegeben und variiert stark von Produkt zu Produkt.

 

Energieversorgung

Das deutlichste Unterscheidungs-Merkmal stellt die Art der Energieversorgung der RFID Transponder dar. Kleine batterielose Funkchips besitzen keine eigene Energieversorgung und müssen ihre Versorgungsspannung durch Induktion aus den Funksignalen der Basisstationen gewinnen. Dies reduziert zwar die Kosten und das Gewicht der Chips, gleichzeitig verringert es aber auch die Reichweite. Diese Art von Transpondern wird z.B. für Produktauthentifizierung bzw. -auszeichnung, Zahlungssysteme und Dokumentenverfolgung eingesetzt, da die Kosten pro Einheit hier ausschlaggebend sind. Transponder mit eigener Energieversorgung erzielen eine erheblich höhere Reichweite und besitzen einen größeren Funktionsumfang, verursachen aber auch erheblich höhere Kosten pro Einheit. Deswegen werden sie dort eingesetzt, wo die Transponder eine lange Lebensdauer haben, z.B. bei Containerlogistik oder bei der Mauterfassung.

 

RFID Tags gibt es prinzipiell in zwei Ausführungen:

Aktive RFID Tags

Aktive Tags sind batteriebetrieben und können typischerweise sowohl gelesen, als auch beschrieben werden. Aktive Tags befinden sich normalerweise im Ruhezustand, d.h. sie senden keine Informationen aus. Nur wenn ein spezielles Aktivierungssignal empfangen wird, aktiviert sich der Sender. Der interne Speicher kann, je nach Modell, bis zu 1 Million Bytes aufnehmen. Aktive RFID Tags sind im Vergleich zu passiven Tags meist größer, besitzen eine höhere Sendereichweite,  haben eine geringere Lebensdauer und sind signifikant teurer.

 

Passive RFID Tags

Passive Tags beziehen ihre Energie zur Übertragung der Informationen aus den empfangenen Funkwellen. Die gespeicherten Daten können nur gelesen werden, außerdem ist die Menge der speicherbaren Daten wesentlich geringer als bei aktiven Tags. Dieser Speicher wird üblicherweise benutzt, um eine eindeutige Identifikationsnummer (GUID) zu hinterlegen. Passive RFID Tags sind im Vergleich zu aktiven Tags kleiner und leichter, haben eine geringe Reichweite, eine nahezu unbegrenzte Lebensdauer und brauchen eine stärkere Leseeinheit; sind dafür aber günstiger in der Produktion.

Für den Einsatz werden drei Frequenzbänder vorgeschlagen:

  • Niedrige Frequenzen (30 - 500 KHz). Diese Systeme besitzen eine geringe Reichweite, lange Übertragungszeiten, sind aber günstig in der Anschaffung und eignen sich dadurch z.B. für Zugangskontrollen, Wegfahrsperren und Lagerverwaltung (häufig 125 kHz = LF).
  • Mittlere Frequenzen (10 - 15 MHz) besitzen eine kurze bis mittlere Reichweite, mittlere Übertragungsgeschwindigkeit, mittlere bis günstige Preisklasse. In diesen Frequenzbereich arbeiten die sog. Smart Label (meist 13,56 MHz = HF).
  • Hohe Frequenzen (850 - 950 MHz, 2,4 - 2,5 GHz, 5,8 GHz) besitzen eine hohe Reichweite (max. 30 Meter), schnelle Lesegeschwindigkeit, die Preise steigen aber rapide bei höherer Leistung der Systeme. Einsatz z.B. im Bereich der automatisierten Mautsysteme und Güterwagenidentifikation. Typische Frequenzen sind 433 MHz, 868 MHz = UHF, 915 MHz, 2,45 GHz = µW (Microwave) und 5,8 GHz.

 

Verschlüsselung

Die meisten RFID Tags senden ihre Informationen in Klartext, einige Modelle verfügen aber auch über die Möglichkeit, ihre Daten verschlüsselt zu übertragen.

 

Kosten

Der Preis von (passiven) RFID Tags bewegt sich, laut einem ZDNet-Artikel, bei einer Auflage von 1 bis 10 Milliarden zwischen 5 und 10 Cent pro Stück. Bei einer Auflage von ca. 10.000 tags bewegen sich die Preise je nach Größe um die 50 Cent bis 1 Euro.

Deshalb haben Hersteller das Konzept des Chip-Sharing entwickelt, d.h die Beteiligten einer Supply Chain nutzen einen Transponder gemeinsam, profitieren davon und teilen sich die Kosten. Alle diese technischen Tricks sollen die Popularität von RFID steigern. Leider steigen auch die Anforderungen (z.B. Schlüsselverwaltung), sowie die Kosten.

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SCM

Abk. für Supply Chain Management.

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Software

Software bezeichnet alle nichtphysischen Funktionsbestandteile eines Computers. Dies umfasst vor allem Computerprogramme sowie die zur Verwendung mit Computerprogrammen bestimmten Daten.

Software wird häufig im Zusammenhang zu Hardware verwendet, welche den physikalischen Träger der Software bezeichnet. In diesem Sinne wurde der Begriff erstmalig 1957 von John W. Tukey benutzt.

 

Software lässt sich unterscheiden in:

  • Systemsoftware, die für das ordentliche Funktionieren des Computers erforderlich ist (hierzu zählen insbesondere das Betriebssystem als auch zusätzliche Programme wie Virenschutz-Software), und
  • Anwendungssoftware, die den Benutzer bei der Ausführung seiner Aufgaben unterstützt und ihm dadurch erst den eigentlichen, unmittelbaren Nutzen stiftet.

Die Nutzung von Software unterliegt rechtlichen Grenzen in Abhängigkeit von der Lizenz: hier unterscheidet man proprietäre und freie Software.

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Supply Chain, Supply Chain Management

Als Supply Chain (deutsch: Lieferkette, logistische Kette oder auch Wertschöpfungskette, Wertsystem) wird ein unternehmensübergreifendes virtuelles Organisationsgebilde (Netzwerk) bezeichnet, das als gesamtheitlich zu betrachtendes Leistungssystem spezifische Wirtschaftsgüter für einen definierten Zielmarkt hervorbringt.

 

Beispiele für Supply Chains sind etwa die Lieferketten der Automobilindustrie oder die textile Wertschöpfungskette. Im Extrem kann die Supply Chain dabei von der Rohstoffgewinnung bis zum Recycling (manchmal auch der Entsorgung) von Alt-Produkten reichen (from dirt to dirt). Die interorganisationale Arbeitsteilung zwischen den beteiligten selbständigen Unternehmen definiert Ausdehnung und Struktur der Supply Chain. Durch die Tendenz zur Konzentration auf Kernkompetenzen (Outsourcing, Verringerung der intraorganisationalen Arbeitsteilung) entwickeln sich zunehmend differenziertere (d.h. arbeitsteiligere) Supply Chains.

 

Im Ergebnis konkurrieren auf den jeweiligen Zielmärkten nicht vertikal integrierte Einzelhersteller, sondern stattdessen komplex strukturierte alternative Wertschöpfungssysteme (Lieferketten/Supply Chains), die sich aus systemisch verbundenen, aber autonom agierenden unternehmerischen Einheiten zusammensetzen. Wettbewerbsvorteile erlangen solche dezentral organisierten Wertsysteme insb. durch eine marktadäquate Konfiguration ihrer Struktur sowie durch eine überlegene Koordination der autonom gesteuerten Aktivitäten in der Supply Chain.

 

Das Supply Chain Management (SCM) zielt in diesem Sinne auf eine langfristige (strategische) und kurzfristige (operative) Verbesserung von Effektivität und Effizienz industrieller Wertschöpfungsketten. Alternativ werden auch die Begriffe Versorgungskettenmanagement und Lieferkettenmanagement verwendet.

 

Abgrenzung von der Logistik

Die Begriffe SCM und Logistik werden vielfach synonym verwendet. In der Tat zielen SCM wie Logistik auf die Gestaltung von Objektflüssen (Güter, Informationen, Werte) entlang den Prozessstufen der Lieferkette, wobei sie auf eine Steigerung des (End-)Kundennutzens (Effektivität) und auf eine systemweite Verbesserung des Nutzen/Kosten-Verhältnisses (Effizienz) zielen.

Die Entwicklung der Logistik von einer funktional ausgerichteten Querschnittsaufgabe (insb. Transport und Lagerhaltung) im Unternehmen zu einem umfassenden Management-Konzept macht im Übergang zum modernen Supply Chain Management einen qualitativen Sprung. Während die Logistik die Objektflüsse weitgehend unabhängig von institutionellen Fragestellungen betrachtet hat, bezieht das SCM die Strukturierung und Koordination autonom agierender unternehmerischer Einheiten in einem Wertschöpfungssystem explizit in die Analyse ein. Das SCM betont somit in Abgrenzung zur Logistik den interorganisationalen Aspekt der logistischen Managementaufgabe.

 

Theoretische Grundlagen des SCM

Die besonderen Eigenschaften des (Gesamt-)Systems „Supply Chain“ ergeben sich aus dem spezifischen dynamischen Zusammenwirken der Lieferkettenglieder. Diese System-Eigenschaften lassen sich nicht aus der Summe der Eigenschaften der beteiligten Einzelglieder ableiten, vielmehr treten als Ergebnis komplexer dynamischer Prozesse neue Eigenschaften des Gesamtsystems hervor (Emergenz). Die wissenschaftliche Auseinandersetzung mit dem SCM stützt sich deshalb (was die formal/mathematische Seite anbelangt) stark auf die Erkenntnisse der Systemtheorie, sowie der Chaos- und Komplexitätsforschung. Aus betriebswirtschaftlicher Sicht finden bei der Analyse von SCM-Problemstellungen insbesondere Erklärungsansätze der Neuen Institutionenökonomik (Transaktionskostentheorie, Property-Rights-Ansatz, Principal-Agent-Theorie) sowie des Ressource-Based-View Anwendung.

 

Die Zielsetzung einer Supply Chain

  • Orientierung am Endkunden
  • Steigerung der Kundenzufriedenheit durch bedarfsorientierte Lieferung
  • Raschere Anpassung an die Änderungen des Marktes
  • Vermeidung von „Out-of-Stock“
  • Senkung der Bestände in der gesamten Logistikkette
  • Vereinfachung des Güterflusses
  • Verkürzung von Lieferzeiten.

 

Typische Problemstellungen des Supply Chain Managements

Charakteristische Problemstellungen des Supply Chain Managements sind bspw.:

  • Kooperation und Wettbewerb zwischen den Mitgliedern einer Supply Chain (können dezentral gesteuerte Supply Chains wettbewerbsfähiger sein als vertikal integrierte Wettbewerber – und warum?)
  • Allokation von Leistungsprozessen und Dispositionsrechten sowie von Kosten- und Finanzierungslasten bzw. -risiken und die Verteilung von Wertschöpfungsanteilen in der Supply Chain.
  • Konfiguration der Prozessstrukturen in der Supply Chain.
  • Nutzung und Ausgestaltung alternativer Koordinationsformen: bspw. durch zentrale Planung mittels zweckmäßige konstruierter Anreizsysteme, durch systemweite Informationstransparenz oder durch unternehmensübergreifendes organisatorisches Lernen mit entsprechender Verhaltensanpassung der autonom handelnden Einheiten.
  • Abbau von Fehlerquellen und Störpotenzialen an den Schnittstellen der Supply Chain-Glieder (Qualitätsmanagement); Robustheit der Supply Chain gegen Störungen.
  • Bewältigung der Nachteile ungleich verteilten Wissens und verzerrter Informationsausbreitung in der Supply Chain (Informationsasymmetrien); beispielhaft durch den sog. Peitscheneffekt zum Ausdruck gebracht.
  • Gesamtheitliches Bestandsmanagement für mehrstufige Lagerhierarchien (Echelon Inventory Planning).
  • Bewältigung von Komplexität und Variantenvielfalt in der Supply Chain (insb. Postponement und Entkopplungspunkt).

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System

(griech. Zusammenstellung, die Gesamtheit, das Verbundene)

Ordnungsprinzip und/oder Organisationsprinzip, insbesondere eine sich von ihrer Umgebung abgrenzende Gesamtheit von Objekten und/oder Strukturen. Findet eine Interaktion des Systems mit seiner Umgebung statt, so spricht man von einem offenen System, sonst von einem geschlossenen System.

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Systemanalyse

Untersuchung der Funktion, Struktur und Funktionalität von Systemen.

Bei der Systemanalyse konstruiert der Betrachter des Systems ein Modell. Dabei trifft er eine Auswahl bezüglich der Elemente und Beziehungen des Systems.

Dieses Modell ist ein begrenztes, reduziertes, abstrahiertes Abbild der Wirklichkeit, mit dessen Hilfe Aussagen über vergangene und zukünftige Entwicklungen und Verhaltensweisen des Systems in bestimmten Szenarien gemacht werden sollen.

In der Informatik wird unter Systemanalyse die erste Phase des Softwareerstellungsprozesses verstanden. Es wird hier untersucht, was ein (Software-)System leisten soll und versucht ein Modell des zukünftigen Systems aus der Sicht des Anwenders zu erstellen.

Es wird nicht untersucht, wie das System implementiert wird und es werden auch keine Entscheidungen über die Implementierung vorweggenommen.

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Text Mining

Auch bekannt als intelligente Textanalyse, Text-Data Mining oder Wissensentdeckung im Text.

Verweist generell auf den Prozess des Extrahierens der interessanten und nicht trivialen Informationen und des Wissens von uninteressantem Text.

Dem Text Mining wird ein hoher kommerzieller Wert zugesprochen.

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Transshipment

Bei dieser Art des Warenumschlags werden die Auftragsmengen der Kunden summiert als Bestellung an den Lieferanten übermittelt. Dieser liefert dann die Ware wie bei einer normalen Lagerbestellung aus. Beim Wareneingang muss dann jeder Artikel einzeln auf die jeweiligen Kunden verteilt werden. Normalerweise wird beim Transshipment kein Lagerbestand aufgebaut. Es ist jedoch möglich, dass ein Lieferant mehr Waren liefert als von den Kunden beauftragt wurden (z.B. wegen Mindestbestellgrößen). Diese Übermengen müssen dann entweder auf die Kunden zwangsverteilt oder eingelagert werden. Bei einer Einlagerung muss diese Menge bei der nächsten Bestellgenerierung berücksichtigt werden.

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Vendor Management Inventory, VMI

Vendor Managed Inventory (VMI) ist ein Mittel zur Verbesserung der Performance in der Logistikkette, bei dem der Lieferant Zugriff auf die Lagerbestand- und Nachfragedaten des Kunden hat. Beim VMI übernimmt der Lieferant die Verantwortung für die Bestände seiner Produkte beim Händler. Grundlage sind z.B. Abverkaufsdaten und aktuelle Lagerbestände, die über das Internet oder EDI vom Händler zum Lieferanten übertragen werden.

Vorteile von VMI sind (u.a.):

  • schnelle Reaktion des Lieferanten auf Bedarfsschwankungen
  • höherer Servicegrad
  • höhere Verantwortung und mehr Freiheit des Lieferanten beim disponieren der Lieferungen
  • geringe Lagerbestände bei dem Händler

Der Händler gibt dem Lieferanten regelmäßig einen Verkaufsbericht, worauf der Lieferant eine Lieferung ohne Bestellung zum Händler sendet. Hierbei helfen die Basistechnologien des ECR - z.B. EDI, XML, RFID, Datenbanken, Barcodes, etc.

Warum ist VMI so wichtig?

Es reicht heutzutage nicht mehr aus, interne Warenflüsse und Wertschöpfungen zu optimieren. Deshalb steht im Mittelpunkt der Betrachtung „die Verbesserung des Informationsflusses vom Kunden meines Kunden zum Lieferanten meines Lieferanten“.

Wie funktioniert VMI?

Über Ihr Web-Portal erhalten die Lieferanten Zugang zu den dispositiven Daten. Im Falle einer Unterdeckung erhalten Sie ohne eigenes Zutun eine Anlieferung der benötigten Teile. Über ein eCG (eCG=Electronic Commerce Gateway: Universelle Drehscheibe für unternehmensinterne und –externe Daten. Verbindet die Geschäftsprozesse unternehmensübergreifend) werden die avisierten Lieferungen ins ERP-System (ERP=Enterprise Resource Planning: Softwarelösung zur Abwicklung der internen betrieblichen Abläufe. Vertrieb, Einkauf, MaWi, Rechnungswesen, Lohn+Gehalt, Zugangskontrolle etc.) übernommen. Periodisch werden die Verbrauche in Rechnung gestellt.

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Warehousemanagement

Führen, lenken und steuern von Lager(wirtschafts)vorgängen. Siehe auch Lagerverwaltung.

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Warenwirtschaft

Die Materialwirtschaft oder Warenwirtschaft, ein Aufgabengebiet der Betriebswirtschaftslehre und des Wirtschaftsingenieurwesens, beschäftigt sich mit der Verwaltung sowie der zeitlichen, mengenmäßigen und eventuell auch räumlichen Planung und Steuerung der Materialbewegungen innerhalb eines Unternehmens und zwischen dem Unternehmen und seiner Umwelt. Die Warenwirtschaft koordiniert den Warenfluss zwischen Lieferanten, Kunden und den Lagern. In produzierenden Unternehmen stellt die Warenwirtschaft die Versorgung der produzierenden Bereiche mit direkten Gütern wie Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen, Zulieferteilen und Halbfabrikaten sowie allgemein die Versorgung mit indirekten Gütern wie Büroartikel, Ersatzteile oder Serviceleistungen sicher.

In Abgrenzung zur Warenwirtschaft/Materialwirtschaft beschäftigt sich der Einkauf eher mit der strategischen Auswahl der Lieferanten und dem Aushandeln und Überprüfen der Konditionen.

Die Materialwirtschaft ist ein Teilgebiet der Fertigungswirtschaft. In den Beziehungen zu anderen Funktionsbereichen im Unternehmen ist die Materialwirtschaft eng verzahnt insbesondere mit Produktionsplanung und -steuerung, in den Außenbeziehungen mit der Logistik.

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Warenwirtschaftssystem

Ein Warenwirtschaftssystem (WWS) stellt das immaterielle und abstrakte Abbild der warenorientierten, dispositiv, logistisch und abrechnungsbezogenen Prozesse für die Durchführung der Geschäftsprozesse eines Handelsunternehmens dar. Der Begriff Warenwirtschaftssystem (auch Wawi) wird im Zusammenhang mit Software verwendet, welches diese Lösungen bereitstellt.

 

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WAWI

Ursprüngliche Abkürzung für Warenwirtschaft, syn. benutzt für Warenwirtschaftssystem.

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WMS

Abk. für Warehouse Management System.

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Workflow (Stichwort: Geschäftsprozess)

Workflow ist die Bezeichnung für arbeitsteilige Prozesse, die zur Abwicklung von Geschäftsvorfällen initialisiert werden.

Diese erfassen ein Spektrum, das von einfachen Prozessen bis zu komplexen, organisationsweiten bzw. organisationsübergreifenden Vorgängen reicht.

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Workflow Management (WfM)

Das Workflow Management (WfM) umfasst alle Aufgaben, die bei der Modellierung, Spezifikation, Simulation sowie bei der Ausführung und Steuerung der Workflows erfüllt werden müssen.

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Workflow Management System (WfMS, Workflowmanagementsystem)

Ein Workflow Management System (WfMS) dient der aktiven Steuerung arbeitsteiliger Prozesse. Eine Workflow Management-Anwendung ist eine implementierte Lösung zur Steuerung von Workflows auf der Basis eines Workflow Management Systems.

Workflow Management Systeme unterstützen strukturierte Aufgaben und Prozesse, hingegen leistet Groupware die Unterstützung für eher unstrukturierte Prozesse.

Auf technischer Ebene kann eine zunehmende Integration der Funktionalitäten von Workflow Management Systemen, CSCW-Systemen, Dokumentenmanagement-Systemen, Enterprise Contentmanagement Systemen (ECM) und Enterprise Resource Planning (ERP) beobachtet werden. Workflow Systeme werden häufig der Groupware und dem Bereich CSCW (computer supported co-operative work) zugeordnet, da sie die Arbeit unterschiedlicher Personen innerhalb einer Organisation regeln. Im Gegensatz zu CSCW-Systemen wie Multi-User-Editoren, besitzen WfMS nur geringe Unterstützung für kooperative Interaktion.

 

Ziele:

Mit der Einführung von Workflow-Management werden allgemein folgende Ziele verfolgt:

  • die Qualität der Prozesse soll verbessert werden,
  • die Qualität der Prozesse soll vereinheitlicht werden,
  • eine schnellere Bearbeitung von Kundenaufträgen soll erreicht werden,
  • die Transport- und Liegezeiten sollen verkürzt werden,
  • die Bearbeitungszeiten und damit die Kosten sollen reduziert werden,
  • die Informationsverfügbarkeit soll erhöht (siehe Informationslogistik),
  • Medienbrüche sollen vermieden werden und
  • die Flexibilität der Prozesse soll durch zentrale Ablage der Ablauflogik erhöht werden.

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